Casa dell´ Arte
Casa dell´ Arte

         Kritik von Roberto Lasciarrea


 

KRITIK Rolf Horn

 

Als ich dem Meister Rolf Horn begegnet bin, habe ich, augenblicklich durch seine herausragende Persönlichkeit, jene intime Welt eingefangen, in der eine Sensibilität am Rande der Dramatik eines hart und schmerzvollen Erlebten ihre „Narben“ gelassen hat, die mit der Zeit, ja verblasst, aber nicht ausradiert sind. Dieses ganze Bündel an Lebenserfahrungen, Rolf er teilt sie aus vollen Händen durch seine Kunst mit.

 

Die Neugierde, das ist eine weitere seiner Eigenschaften und demzufolge Fragen, Fragen Fragen. Fragen, die er sich selbst stellt, auf die er nicht die einfachsten Antworten zu finden sucht, sind durch die Kunst der Malerei und, was noch schwieriger ist, durch das „Schnitzen“ zu übersetzen. Perfekt eingebunden in die objektive Stütze, die als plastischer Untergrund dient, leben seine Skulpturen jede für sich einmalig in einem fortwährenden Beben des Wachsens und überschwänglicher Begegnungen.

 

Das Material, das er für seine Werke bevorzugt, ist das Holz, das Olivenholz, ein Material, das aufgrund seiner Natur lebendig ist. Das Werk, das wir für wirklich bedeutend halten, ist die „Viola d’Amore“, geschaffen eben aus seinem Lieblingsmaterial und die, nur indem man sie betrachtet uns lebendige Emotionen übermittelt. Was zählt, ist die Empfindung der sich ausdehnenden Weltlichkeit, die in sich immer dazu neigt, sich nach vorne auszustrecken, neuen Raum zu konzentrieren.

 

Auf welcher Stufe des Schaffens befindet sich der Meister? Er befindet sich im Innersten seiner Skulpturen, in ihrem Schaffensprozess, der unaufhaltsam und konstruktiv , keinesfalls in betriebsamer oder berechnender Absicht angelegt ist sondern in poetischen Kompositionen aus geistigen Bildern inmitten eines für den sensiblen Einklang der Klangfarben offenen musikalischen Raumes, reich an solchen Akzenten und Klängen, die spontan aus den Formen in der freien Entfaltung des Lichtes innerhalb des kraftvollen Atems der Natur entspringen. Es ist jene Natur, die Rolf liebt, sucht und in seiner Oase der Unbeschwertheit, des Glückes teilt, umgeben von der Liebe seiner Lebensgefährtin. Der Seinige ist sicherlich ein humanistischer Diskurs, gewaltig wie eine Vertiefung des Unterbewusstseins des Menschen. Die weitreichende und entschiedene Gestik der Bildhauerhand spricht von einem Temperament, das nicht gebremst werden kann, es springt empor, jenseits von Hürden, ohne Einhalt und ohne Meinungsänderung.

 

In ihm existiert eine genaue Kenntnis einer ausdrucksbetonten und geistigen Detailanalyse, die jedem seiner Werke eine absolut und unverfälschte Eigenart garantiert.


 

Da sieht man gerade das dunkle Pulsieren der Jahrtausende alten Menschheitsgeschichte, es ist dort verborgen im Hinterhalt, bereit sich zu offenbaren je nach Gefühl und Ergriffenheit, die der Betrachter an den Tag legt.

 

Diese Werke haben für viele Tage seine Vorstellungskraft in Besitz genommen, sie verstofflichen eine unbändige Wollenskraft und führen uns demzufolge ein in einen Wunsch des Künstlers, der jahrelang dort unten auf dem Grund seiner Seele verborgen war, in jener Ader, die unerreichbar zu sein schien.

 

So befinden wir uns heute vor der Reinheit eben dieses, der endlich zu einer begreifbaren Welt geworden ist. Es ist jetzt an der Zeit, Rolf als Maler zu entdecken. Wenngleich er der althergebrachten Technik, die den Ernst seines Vorhabens impliziert, treu geblieben ist, hat sich der Künstler in einer völlig eigenen Kompositionskraft weiter entwickelt, er hat ganz gewöhnlichen Sujets lebendig und pulsierend werden lassen, die Lebenselixier erhalten haben, sich im lyrischen Sinne über den Blickwinkel ihrer eigenen Wirklichkeit hin auszudrücken.

Eine Wirklichkeit voller Nervenkitzel und Träume, Leidenschaften, die die innerste Welt seiner künstlerischen Inspiration bevölkern. An der Basis seiner sinnbildlichen Darstellungen entdecken wir genaueste Inhalte im Hinblick auf die tatsächliche, objektive Wirklichkeit, die fortwährend seine kreative Phantasie anregt.

 

Die allgemeine Struktur jeder Darstellung ist stets eingebunden in einen malerischen Raum, dessen Ebenen sachkundig hervorgehoben sind durch den konstruktiven Einfluss der farblichen Tiefen. Es ist eine Realität, die die dynamische Erfindung der Naturidee wieder aufgreift, gekennzeichnet durch eine Ausstrahlung an innerer Freiheit. Sie schenkt offenen Überschwang.

Eine Welt an versteckten und überschäumenden Sinneseindrücken offenbart sich, von unerwarteten Erscheinungen, in denen die Empfindung für Beziehungen unter der Mensch-Natur-Beziehung geschärft ist, wo der Ausdruck mit Eingebung und Gefühl kein Vorrecht aller Künstler ist sondern nur derer, die Kunstfertigkeit und poetisch-malerische Eingebung besitzen.

 

Nichts wird dem Zufall überlassen, im Gegenteil, Rolf arbeitet in wohlüberlegter Hinsicht und bringt eine poetische Dosis an Inbrunst zurück auf den Plan.


 

Roberto Lasciarrea
Ritter des Verdienstordens der Italienischen Republik

 

 

 

 

Wer ist Roberto Lasciarrea

 

 

Roberto Lasciarrea

 

Geboren in Tripolis (Libyen) 13. Oktober 1946.

 

Er lebt in Florenz seit 1950.

 

Landvermesser-Geometra- Surveyor.

 

Er ist der Direktor der künstlerischen Werkstatt in der Kuppel des Domes von Florenz.

 

Dort arbeitet man an der Restaurierung der Fresken von Vasari und Zuccari in der Kuppel der St. Maria del Fiore.

 

1992 trat er mit 46 Jahren in den. Journalistenverband ein.

Im selben Jahr schloss er sein Studium ab und begann seine Arbeit mit der Zeitung La Nazione. Seit 2001 schreibt er für ein Florentiner Verlagshaus einen zweijährigen Reiseführer 2008 – 2009 mit dem Titel „1000 Mal Florenz, Florenz Shopping, Florenz ist nicht nur Shopping “.

 

Er arbeitete mit P.F. Lystra die Sammlung von Wörterbüchern, Verlag Letters: Dictionary of Macchiatili, Wörterbuch von Florenz, Prato Wörterbuch, Wörterbuch der Toskana.

 

Seit 1977 arbeitet Roberto Lasciarrea für das Magazin der Misericordia (Barmherzigkeit) "San Sebastian" in 1997.

 

Er schreibt unter anderem über " Toscana Reality“.

 

Im Jahr 2004 erhielt er den Orden des Ritters des Verdienstordens der Italienischen Republik. Damit wurde er für seine Tätigkeit als Leiter der Restaurierung der Vasari und Zuccari Frescen ausgezeichnet.

 

Wir trafen Roberto Lasciarrea am 12.Juni 2010 im Schloss Verrazano anlässlich Laura

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Casadellarte