Casa dell´ Arte
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                    Ausstellung in Rom

Firenze incontra Roma

Ich zitiere aus meinem Buch " Ach du arme Kunst "

 

Kapitel 7.1.3

 

Ausstellung

 

Rom 2015

Mostra: „Firenze incontra Roma“

Galleria Tornatura Via del Serafico 108/120

vom 10. bis 29. September 2015


 

Im April 2015 lud unsere Galeristin Laura Adreani Marlene und mich ein an einer von ihr organisierten Ausstellung in Rom teilzunehmen. Organisation, Transport unserer Werke nach Rom und zurück, Buffet in der Galleria Tornatura für 450 Euro.

 

Wir fackelten nicht lange und sagten zu.

 

 

 

Zwei wesentliche Dinge prägten die Reise nach Rom. Da waren die widrigen Dinge im Vorfeld. Am 2. September fuhr ich runter in den Olivenhain um die letzten Wiesen mit dem Traktor zu mähen. Dabei entdeckte ich ein Feuer an der Grenze zum Nachbarn. Unbekannte hatten Feuer gelegt und ich versuchte es mit dem Mähbalken des Traktors zu löschen. Ich weiß, das war eine Schnapsidee, doch ich wollte es zumindest versuchen. Nachdem ich drei Mal durch die Feuersbrunst gefahren war und mir dabei Gesicht, Haare und Hände verbrannt hatte ließ ich den Traktor stehen und flüchtete zu Fuß nach hause. Und wieder einmal erteilte das Leben mir eine Lektion:

 

Lösche kein Feuer mit einem Traktor!

 

Marlene rief die Feuerwehr und ich wurde ins Krankenhaus nach Pescia abtransportiert. Dort wurde ich versorgt und meine wichtige rechte Hand machte mir ernsthaft Sorgen.

Wie sollte ich mit dieser stark verbundene Hand Auto fahren? Es sind immerhin 350 Kilometer bis Rom. Doch ich bin ein harter Hund und man kann doch eine Ausstellung in Rom – der ewigen Stadt – nicht wegen solcher Widrigkeiten ausfallen lassen. Jeder Künstler wird das verstehen. Für Ruhm muss man bereit sein zu leiden.

 

Außerdem wollte ich mit Marlene die restaurierte Sixtinische Kapelle sehen. Vor vielen Jahren hatten wir sie schon einmal gesehen. Da war die Großartigkeit der Fresken meines großen Vorbildes Michelangelo vor lauter Ruß und dem Dreck der Jahrhunderte kaum zu sehen.

So hoffte ich auf das Wunder einer Heilung meiner Hand im Hause Gottes dem Vatikan, zumal er mit den Geldern des deutschen Ablasshandels erbaut wurde.

Die Sixtinische Kapelle erstrahlte im himmlischen Glanz. Es war so, als hätte der Meister Michelangelo gerade sein gigantisches Werk vollendet.

Als ich die prächtigen Fresken sah verschwanden alle Schmerzen. Ein Wunder. Danke Michelangelo!

 

 

So konnte ich mit einem schneeweißen Handschuh schmerzfrei und strahlend mein zweites Idol den in Olivenholz geschnitzten Sigmund Freud präsentieren.

 

Die Vernissage wurde somit zu einem Erfolg nicht zuletzt weil nur wir ausstellenden Künstler und drei Galeristinnen anwesend waren, die allerdings mehr mit sich selbst beschäftigt waren. Um die Künstler kümmerte ich mich.

 

 

Was wir in Rom so alles erlebten zeigt am besten die E-Mail, die ich am 16.09.2015 an alle Beteiligten schrieb. ( Das Original ist selbstverständlich italienisch)

 

 

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Sindaco Roma – Ignazio Marino caposegreteria@comune.roma.it

Assessore della Cultura di Roma

Redaktiom: Toscana Cultura – Fabrizio Borghini

Galeria Mentana

Galeria Tornatura

 

Rolf Horn

Via delle Piastrelle, 814

51015 Monsummano Terme/ Toscana

E-Mail: Casadellarte.de@gmail.com

homepage: www.casadellarte.de

 

 

Betreff: Mostra: „Firenze incontra Roma“

vom 10. bis 29. September 2015 in der Galleria Tornatura Via del Serafico 108/120


 

Einige Bemerkungen zu der Ausstellung

 

Wir, die Künstler Marlene und Rolf Horn sind mit dem Auto von Monsummano Terme/ Toskana nach Rom gefahren, um wie immer persönlich an der Ausstellung teilzunehmen. Das ist für uns selbstverständlich.

 

Die Organisation - Transport

wurde von unserer hochgeschätzten Galeristin Laura Adreani ( Galleria Mentana/Firenze) preiswert und professionell durchgeführt.

 

Die Präsentation aller Bilder und Skulpturen der florentinischen Künstler war optimal. Das Buffet war erstklassig. Es gab leckere belegte Brötchen mit Krabben und einen Prosecco aus dem Trentino – Sonderabfüllung für die Galeria Tornatura. Der beste Prosecco den ich je getrunken habe.

 

Die Galerie Tornatura

Eine Galerie, die jeder Weltstadt zur Ehre gereicht. Die schönste moderne Galerie, die ich bisher gesehen habe. Hervorragende Ausleuchtung eines jeden Werkes. Großzügig gestaltet mit vielen Sitzmöglichkeiten und einer schicken Bar,

 

Die Galeristinnen

Laura Adreani war extra aus Florenz eingeflogen. Die junge und charmante Galeristin der Galerie Tornatura Dottoressa Maria Grazia Londrino und ihre freundliche Kollegin, die Journalistin Dottoressa Anna Astrella. Der hervorragende Fotograf Maurizio Coco hat sehr schöne Fotos gemacht

 

Gäste

von den 19 beteiligten Künstler waren leider nur 6 anwesend ( inklusive Marlene und Rolf) Gäste aus Rom: Drei kluge, hochgebildete und liebenswerte Damen , eine junge Malerin mit ihrem Hund.

Von der Presse, Fernsehen, Bürgermeister, Kulturreferenten von Rom sonstige geladene Gäste war niemand zu sehen.

 

Lage Tornatura in Rom Laurentina

 

Wenn der Besucher von der Metro 20 Minuten zu Fuß oder vom 3 Sternhotel

„ Tre Fontane“ 7 Minuten zur Galleria geht, sieht er ein total verwahrlostes Rom.

 

Die Straßen quellen über von Unrat, die Fußgängerwege sind verwildert, der Asphalt von Löchern übersät.

Damen mit hohen Absätzen müssen um ihre Gesundheit fürchten. Ich sah nur eine Putzkolonne von 10 freiwilligen Männern und Frauen, die sich vergeblich um die Sauberkeit ihrer Stadt bemühten.

 

Oh, ewiges Rom! Parkplätze bei der Galerie habe ich keine gesehen.

 

 

 

Persönliche Stellungnahme

 

Was ist eine Vernissage ohne Publikum wert?

Wenn man bedenkt, wie viel Liebe, Zeit und Mühe wir Künstler in unsere Werke investieren, wie viel Geld wir für unsere eigenen Ausstellungen, den Hin-und Rücktransport zahlen müssen, welche Strapazen der Anreise und Rückreise wir auf uns nehmen, so sollte es doch für die Galerien eine Selbstverständlichkeit sein, den Künstlern ein äquivalentes Event zu organisieren.

 

Vorbildlich macht dies Laura Adreani mit ihrer famosen Galeria Mentana in Florenz.

Ihre Galeria ist kleiner als Tornatura, aber chic, ja fast familiär. Sie lädt zu jeder Vernissage 30 bis 40 kunstinteressierte Damen und Herren der Gesellschaft ein. Es ist für Kunstprofessoren und die Kulturreferenten der Stadt Florenz Ehre und Pflicht der Galeristin und ihren Künstler ihre Aufwartung zu machen. Jede ihrer Vernissagen wird vom toskanischen Fernsehen mit seinem Starmoderator Fabrizio Borghini im toskanischen Fernsehen präsentiert. Bei Laura Adreani´s Galeria Mentana eine Ausstellung machen zu dürfen ist eine Ehre. 

(nur fünf Minuten von den Uffizien und dem Palazzo Vecchio entfernt)

 

Dies alles wünschte ich mir von Herzen auch für die wunderbare Galleria Tornatura in Rom. Was nutzt die schönste Galerie wenn das gesamte Ambiente nicht stimmt? Doch dafür müsste die Galerie die Stadt Rom und ihren Stadtteil Laurentina in die Pflicht nehmen.

 

Wir alle müssen was für die Kunst tun.

Wir Künstler geben tagtäglich unser Bestes.

Wir sollten dies auch von den anderen Beteiligten des Kunstbetriebes verlangen.

 

Gerne erwarte ich Ihre Antwort

und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Ihr Rolf Horn

 

 

Allegato: Depliant della Galleria Mentana

Depliant di Marlene

Depliant di Rolf

 

 

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Dem Bürgermeister von Rom schrieb ich noch folgende persönlichen Zeilen zu der oben zitierten Mail vom 16.09.2015

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister von Rom, Ignazio Marino,

sehr geehrte Assessorin della Cultura Giovanna Marinelli,

 

sicher werden Sie sehr überrascht über diese Mail, einerseits wegen meinem mangelhaften Italienisch und andererseits, weil Sie sich sicher für mein Problem nicht zuständig fühlen.

Ich heiße Rolf Horn, (www.casadellarte.de )
lebe in der Toskana, bin ein deutscher Künstler, der mit seiner Gattin Marlene zur Zeit in Rom Laurentina in der Galleria Tornatura eine sehr erfolglose Ausstellung macht. Vielleicht helfen Sie Beiden, dass es doch noch ein Erfolg wird.

Dazu müssten Sie sich allerdings die Zeit nehmen, die beigefügten Bemerkungen zu lesen. Ich erwarte keine Wunder, doch vielleicht schreiben Sie mir ein paar Zeilen, die mir Mut machen. Wir alle sollten versuchen unser aller Rom noch glanzvoller zu machen.

Ciao Rolf Horn

 

 

Zu Marino steht folgendes im Internet:

Marino ist am 9. Oktober 2015 als Bürgermeister zurückgetreten. Sicher wegen meiner E-Mail ??!!??Der Bürgermeister von Rom, Ignazio Marino, ist am Donnerstagabend den 9.Oktober 2015 unter Vorbehalt von seinem Amt zurückgetreten. Seit langem schon wollten die rechte Opposition und die Antipolitiker der „Bewegung Fünf Sterne“ den italienischen Chirurgen mit dem amerikanischen Pass loswerden. Dann wurde auch in seiner eigenen Partei, der sozialdemokratischen PD, die Kritik an Marino immer stärker. Er bringe die Stadt nicht voran und wolle wohl das im Dezember anstehende Heilige Jahr verschlafen, obwohl doch schleunigst Straßen repariert und U-Bahn-Stränge modernisiert werden müssten.

 

Natürlich hat nicht ein Einziger der angeschriebenen Persönlichkeiten auf meine Mail geantwortet.

 

 

Hier finden Sie mich

Kontakt

Marlene und  Rolf Horn
Via delle Piastrelle, 814
I - 51015 Monsummano Terme / Toskana

Um mit uns Kontakt aufzunehmen:

Schreiben Sie uns eine Mail:

 

Casadellarte.de@gmail.com

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