Casa dell´ Arte
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5. Gebot

Thema: Die 10 Gebote     2003    42 x 56 cm

 

 

 

Das 5. Gebot lautet:

Du sollst nicht töten

 

Blut kann ich nur in Rot malen und somit wird aus der römischen Ziffer V eine gefährlich scharfe stahlblaue Klinge.

 

Die Sonne ist auch in diesem kaum Bild existent. Sie kann ihre friedliche Strahlkraft nicht entfalten. Sie scheint nur noch tödliche Strahlen in Blutrot auszusenden. So sieht es der Mensch, der nun tötet. Hirn, Willen und Energie sind vernebelt.

 

Um die Ungeheuerlichkeit dieser Tat zu zeigen, lasse ich ein reines Herz gleich doppelt töten. Ich möchte damit zeigen, dass hier mehrere Dinge ausgelöscht werden.

 

Zu erst vernichtet sich der Täter.

In seinem Tötungsrausch ist ihm dies nicht bewusst.

Es ist völlig unerheblich aus welchen Motiven er tötet. In unserer Gesetzgebung wird das Töten von Tyrannen aus edlen Motiven ethisch gerechtfertigt. Doch Mord ist Mord. Das scheint mir das stärkste Argument gegen die Todesstrafe zu sein.

 

Gott, der größte Mörder aller Welten, verbietet kategorisch seinen Kreaturen den Mord. Er zeichnet Kain ( siehe Bibel). Also zeichnet er auch den anonymen Täter meines Bildes

Dieser wird die Last seiner Tat sein irdisches Leben tragen und, dessen bin ich mir sicher darüber hinaus, sei es in der christlichen Hölle oder vielleicht gar im christlichen Himmel, weil Gott ihm vergibt. Er wird diese Last auch in seinen Reinkarnationen tragen, sollten die Buddhisten richtig liegen mit ihrer Philosophie. In dieser Glaubensrichtung kann er in den nächsten Leben seine Schuld abtragen und bedarf nicht der Vergebung einer Institution wie Kirche oder Gott.

 

Unverzeihlich ist das Töten eines Anderen.

Die Tat kann nicht mehr ungeschehen gemacht werden.

Das Leid dieser Tat kommt nun über Unbeteiligte. Kommt über die Familie des Getöteten.

Die Folgen sind nicht absehbar. Die einen gehen seelisch zugrunde, die anderen finanziell. Andere wählen die Blutrache, die Selbstjustiz. Ein Kreislauf des Todes beginnt und nimmt kein Ende mehr. Die roten Strahlen gehen über den Bildrand hinaus.

 

Gott will durch sein Gebot schon den Gedanken des Tötens unterbinden.

 

Auflösung gibt es nur durch Jesus – in seiner Bergpredigt fordert er alle Menschen, also Opfer und Täter, auf ihren Feinden zu vergeben.

( Siehe meine Bilder zur Bergpredigt)

 

 

 

 

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