Casa dell´ Arte
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    Heidnische Religionen im Zylinder

 

Thema Zyklus: Religionen    Entstanden 2001

42 x 56 cm

 

 

Dieses Bild zeigt in der Mitte ein Menschenleben in einem Zylinder.

 

Der Mensch, dem dieses Leben gehört ist nicht frei, ist nicht aufgeklärt, denn die Kenntnis der Dinge, die vor seinem und nach seinem Leben stattfinden, ist ihm mit großen Vorhängeschlössern verschlossen, die er aus eigener Kraft nicht öffnen kann.

Das besagt nicht, dass dieser Mensch von Geburt bis zu seinem Tod unglücklich sein muss. Ganz im Gegenteil. Die glücklichsten Menschen, die ich kennengelernt habe, waren diejenigen, die wenig wussten und mit allem zufrieden waren.

 

Die Schlüssel der oberen Reihe zeigen die verschiedenen Religionen, inklusive der mosaischen. Das Geheimnis, der Mythos ist dem hier gezeigten limitierten Menschen nicht zugänglich. ER kann sich nicht befreien, auch wenn er es wollte. Die Schlüsselgewalt haben die Hohepriester der jeweiligen Religion und sie hüten sich, die beiden Schlösser aufzuschließen, denn sie müssten ja Angst haben, dass ihre „ Schäfchen “ ihnen davon laufen. Diese Menschen sind den Göttern und ihren Handlangern auf Gedeih und Verderben ausgeliefert. Nach dem Motto:

 

Selig sind die Menschen arm am Geiste.

 

Diese Religionen sind aus meiner Sicht durchwegs Sekten. Unter Sekten versteht man geschlossene Gruppen, die eigene Regeln und Gesetze haben, die außerhalb der Gruppe nicht gelten.

 

Natürlich zeigt das Bild gewollt die Engstirnigkeit all dieser Religionen. Sie wollen die Menschen regulieren, sie verführen und leiten nach ihrem Gusto. Natürlich „ meinen sie es alle gut “, doch lassen sie eine freie Meinung nicht zu. Der Weg zu einer religiösen Diktatur ist hier klar und unmissverständlich dargestellt.

 

Das Fragezeichen, unten in dem nochmals beengenden Dreieck, ist nur von einem außenstehenden Betrachter zu erkennen, nicht aber für den in seiner Sicht beschränkten Menschen im Innern des Lebenszylinders.

 

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