Casa dell´ Arte
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                  Kritik - Was ist das

 

 

Ich zitiere aus meinem Buch „ Ach du arme Kunst“

Kapitel 7, wo ich mich mit Kritikern und Kritik auseinandersetze.

 

 

 

Die lobende Kritik

wie sie in Italien üblich ist und vertreten wird von

Laura Adreani – Galeria Mentana

 

Die kritische Kritik

die sich mit der Persönlichkeit des Künstlers

und dessen Werken auseinandersetzt

vertreten von Rolf Horn

Olivenbauer, Schriftsteller, Aquarellmaler, Bildhauer

 

 

Aus Dankbarkeit für all ihre Freundschaft und ihre professionelle Hilfe auf Marlenes und meinem Weg zum Ruhm hatten wir sie und ihre besten Freundinnen in unsere Casa dell´Arte zum Kaffee eingeladen. Wer jemals Marlenes Kuchen gekostet hat, weiß, dass Backen ebenfalls zu den großen Künsten der Menschheit gehört.

 

Wie wir da so fröhlich über die Kunst plauderten erzählte ich der Laura, dass Roberto Lasciarrea eine blendende Kritik über mich geschrieben habe.

 

Das kam aber gar nicht gut an.

Laura kannte und schätzte Roberto. Er war als Repräsentant der feinen florentiner Gesellschaft stets auf ihren Vernissagen ein gern gesehener Gast.

Auch Marlene und ich waren gern gesehene Gäste mit unseren Ausstellungen in ihrer Galerie. Im Laufe der Jahre waren wir mehr als nur Klienten geworden. Ich würde sogar behaupten wir sind gute Freunde geworden.

Doch, dass ich mir von Roberto Lasciarrea eine Kritik schreiben ließ gefiel ihr ganz und gar nicht. So entspann sich eine prinzipielle Diskussion, was denn eine richtige Kritik sei.

 

Laura meinte die Kritiken von Nicola Nuti und die von Roberta Fiorini, das wären Meisterstücke ganz in der Tradition italienischer Kritiken.

 

Ich bin da ganz und gar nicht ihrer Meinung, sagte ich, denn bei deren Kritiken fehle mir die Beschreibung der seelischen Tiefe und die Intention des Künstlers.

 

Das lehnte nun Laura vehement ab.

Eine Kritik, so dozierte sie, habe ausschließlich nur Gutes über den jeweiligen Künstler zu schreiben, der ganz nebenbei bemerkt auch eine Menge Geld für eine gut fundierte Kritik zahlen müsse. Es sei nicht die Aufgabe eines Kunstkritikers sich mit der Psyche des Künstlers auseinanderzusetzen. Das habe in einer Kritik nichts zu suchen.

 

Da konnte ich ihr nicht zustimmen.

Unter einer Kritik verstünde ich sehr wohl die Auseinandersetzung des Kritikers mit dem Künstler. Wie solle er denn irgendetwas Wesentliches über den berichten, wenn er nicht erklärt, warum der Künstler diese oder jene Skulptur oder warum er ein provokantes Bild gemalt hat.

Warum nicht von den Seelenqualen bei der Schaffung eines Kunstwerkes berichten? Das würde doch den Künstler menschlich von anderen Künstlern unterscheiden. Nur so könne man doch seine Werke und was er mit ihnen bezweckt verstehen.

Jede Kritik, sei sie gut oder schlecht bringt doch einen Künstler erst weiter. Kunst sei doch kein statischer Prozess. Kunst lebt und will weiter entwickelt werden.

 

Das, so antwortete mir meine Galeristin, wäre alles psychologischer Unsinn und habe in einer guten italienischen Kritik über einen anerkannten Künstler nichts zu suchen. Eine Kritik sei die Visitenkarte des Künstlers und die müsse nun mal positiv sein.

 

Ich überließ Laura das letzte Wort, ohne allerdings überzeugt zu sein. Sie hatte nicht die Kritik von Roberto Lasciarrea gelesen, wusste aber trotzdem, dass sie dagegen ist – egal was und wie er sie geschrieben hat.

 

So mein lieber Freund, nun darfst du dir wieder einmal deine eigene Meinung bilden.

 

Dazu gebe ich dir nun die Gelegenheit alle drei Kritiken zu studieren, die ich alle, jede auf ihre Weise, wunderbar finde. Und das, obwohl ich für jede dieser Kritiken 150 Euro bezahlt habe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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