Casa dell´ Arte
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   Die christliche Religion im Zylinder

Bildbeschreibung Religion - Christlich

Enstanden 2001

42 x 56 cm

 

Dieses Bild zeigt in der Mitte ein christliches Menschenleben in einem scheinbar offenen Zylinder.

 

Der Zylinder ist nicht verschlossen, er ist offen vor der Geburt und offen nach dem Tod.

Wenn Christen von Gott sprechen, meinen sie den Vater Jesu, einen strengen, liebevollen Gottvater, der Adam aus Erde ( adama ) und Blut ( dam ) schuf und ihm auftrug: Gehet hin und mehret Euch!

 

Somit ruht jeder christlich gezeugte Mensch in der Liebe Gottes, denn Gott war ja schon vor seiner Geburt da. Dies zeigt das leuchtende Herz aus Blut und goldener Erde. Im Gegensatz zu anderen Religionen gibt es bei den Christen offiziell keine Unterschiede ob es ein Junge oder ein Mädchen wird. Hier habe ich zumindest bei der von Saulus-Paulus geprägten katholischen Kirche allerhöchste Zweifel.

 

Das Leben innerhalb des Zylinders verläuft genauso normal, wie in den anderen beiden Bildern des Zyklus, nur das hier der Geist des Christentums sich frei entfalten kann. Mit all seinen bekannten Vor- und Nachteilen. Dieser hier gezeigte Mensch ruht in Gott und wird auch noch nach seinem Tode in Gott ruhen, wenn er beim jüngsten Gericht vor Jesus und dessen Vater steht. Hat der gute Christ alle Gebote befolgt (hat bisher noch keiner geschafft! ) so darf er in den Himmel. Jesus wird wohl menschlicher urteilen, als sein Vater. Normalerweise müssten alle durch das Fegefeuer, wo die Seelen geläutert werden um doch noch in den Himmel zu kommen - , oder ab in die Hölle. Keine guten Aussichten.

Wen es interessiert, wie das jüngste Gericht abläuft , der möge nachlesen beim altägyptischen Totenkult, wenn der Tote vor Osiris erscheint und Zeugnis über sein Leben ablegen muss.

 

Nachdem ich als Mensch jeden Erdentag die Freiheit habe eine Wahl zu treffen missfällt mir der Gedanke, dass irgendeine Instanz, egal wie sie heißen mag, entscheidet, was mit meiner Seele geschieht. Besonders bei Gott habe ich meine berechtigten Zweifel.

 

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