Casa dell´ Arte
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                            Eschnaton

                 

Aquarell von R O L F H O R N

30 x 40 cm

 

Thema Zyklus: Ägypten        Entstanden 1991

 

 

 

Echnaton, Pharao, Herrscher von Ober- und Unterägypten – Sohn des Aton, der Sonne.

Wenn es das Wort Esoterik nicht schon gäbe, man müsste es für ihn neu erfinden.

Nach seinem Tode wurde seine Mumie versteckt oder gar vernichtet. Sein Name wurde aus der in Hieroglyphen gemeißelten ägyptischen Geschichte gelöscht, als hätte es ihn nie gegeben. Was hatte dieser Pharao ungeheuerliches getan?

 

Er herrschte als Pharao Amenophis der Vierte etwa 1500 vor Christus in Luxor und Amarna.Gott Amun ( dargestellt als Widder) und viele, viele Nebengötter beherrschten die damalige Welt. Die Priesterkaste war übermächtig und der Pharao war ihr Spielball.

 

Echnaton hatte eine göttlichen Inspiration!

Es gab nur einen Gott und seine Macht und Herrlichkeit wurde durch die Sonne „ ATON “ unübersehbar verkörpert. Er sah sich als Werkzeug und Sohn Gottes und so nannte er sich „ Echnaton – Sohn der Sonne “ Er zog mit seiner Gemahlin, seinen Töchter und seinem Sohn, dem späteren Tutenchamun, nach Norden und gründete eine neue Metropole am Nil, Armana genannt.

 

Er ersetzte den Staatsgott Amun durch Aton, schaffte alle Nebengötter ab und entmachtete die gesamte Priesterkaste.

 

Die Künstler, die bis zu dieser Zeit nur sakrale Kunst schufen, durften sich nun frei entfalten. Die dritte Dimension, das Relief wurde geschaffen. Echnaton ließ sich mit seiner Familie darstellen wie die göttliche Sonne ihnen das Ka, die göttliche Kraft verleiht. Er selber ließ sich in gewaltigen Statuen halb männlich, halb weiblich darstellen. Der einzigartige Armana - Stil war erfunden

Sein mysteriöser Tod wird eindringlich im Buch „ Sinuhe der Ägypter “ beschrieben.

 

Nach seinem Tode wurde der minderjährige Sohn als Tutenchamun durch die alte Priesterschaft als Übergangspharao inthronisiert. Amun wurde wieder eingesetzt. Armana verfiel. Ägypten ging wieder zur Tagesordnung über. Doch die Idee einer einzigen Gottheit war geboren.

 

Er erinnert mich persönlich sehr an Jesus, der sich auch Gottes Sohn nannte und wie jeder, der sich Gottes Sohn nennt und Frieden predigt von der Gesellschaft geächtet und wenn möglich getötet wird, denn Gott und die Götter sind tot. Der Mensch hat sich zum Gott erhoben und es gibt kaum mehr Platz mehr für Mystik.

Nur von fern grüßen Echnaton, Buddha und Jesus und lassen uns erahnen, dass es mehr gibt als nur von Brot allein zu leben.

 

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