Casa dell´ Arte
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                  La Piovra  numero due

Wie die Mafia Italien verspeist

 

 

 

 

" La Piovra Numero Due"   von  2016 

190 x 28 x 63 cm

 

Im Gegensatz zu der unheimlich bestialischen „Piovra Numero Uno“ sehen wir bei der „ Piovra Numero Due “ ein scheinbar domestiziertes Ungeheuer im eleganten Gewand, so wie sich die Mafia von einer einfachen Mördertruppe zu einem festen Bestandteil der feinen Gesellschaft gewandelt hat. Meine „Piovra Numero Due“ hat feine Manieren. Sie verschlingt nicht mehr wie eine Bestie ihr Opfer, nein mit feinem Besteck filetiert und verspeist sie mit fein gespreizten Fingern ihre Klienten. Mit eleganten Outfit und einem perfekten Augen-Make-Up wie einst Kleopatra bezirzt sie uns. Besuchen wir heutzutage eine Bank, dürfen wir davon ausgehen, dass die Eigentümer und Direktoren die Söhne, Neffen oder Enkel der alten Mafiosi sind. Ihre Klienten sind Regierungen, internationale Konzerne und wen wundert es - der Vatikan.

 

Ich zitiere Petra Reski aus der ZEIT No. 45 vom 5. November 2015

In seinem neuen Buch belegt Gianlucca Nuzzi (italienischer Journalist) nun mit unzähligen Dokumenten, wie der unfassbar reiche Vatikan …........ die Gelder der Gläubigen auf teils kriminelle, teils obszöne Weise verschwendet. Was nicht wirklich erstaunt, weil Nuzzi bereits Geheimpapiere des Vatikans veröffentlicht hat, die sowohl die Mafia-Geldwäsche in der Vatikanbank dokumentieren ...…......, was es selbst Gläubigsten schwer macht, den Vatikan für den Hort seiner Seele zu halten.

 

 

Zu Luthers Zeiten gab es den Ablasshandel – heute übernimmt die Mafia das Geschäft.

 

 

 

Anekdote:

 

Im Jahre 2017 nahmen Marlene und ich an einer internationalen Ausstellung in Florenz in den Räumen des Kongresszentrums ICLAB teil. Da ich gerne als Künstler mein Publikum provoziere stellte ich meine Mafiaskulpturen – Piovra 1 und Piovra 2 aus. Wie vorauszusehen war erkannte nicht einer der über hundert Besucher die Provokation. Sie umrundeten die Skulpturen und ich wurde sehr gelobt über meine künstlerische Leistung.

 

Ein Kunstprofessor wollte mehr über mich und meine Werke wissen und da er nicht den Sinn der Skulpturen erkannte bat er mich ihm die Skulptur zu erklären. Wer mich kennt weiß mit welcher Freude ich dies tue. Es bildete sich im Nu eine Traube von neugierigen Menschen. Die meisten waren Italiener und so durften sie dabei sein, wie ich ihnen Italien erkläre, wie ich es sehe.

 

Sie hörten alle atemlos zu und sahen derweil zu wie meine beiden Ungeheuer ihr geliebtes Italien auffraßen. Sie schauten mich mit einer Mischung aus Bewunderung und ein wenig Scham an und verdrückten sich unauffällig. Nur der Kunstprofessor verwickelte mich in ein längeres hochinteressantes Gespräch. Er war mein Jahrgang und wie sich herausstellte ein 68-er wie ich.

 

In diesem Zusammenhang bedauerte er, dass sich die jungen Künstler auf seiner Akademie nur der sogenannten „Belle arte“ widmenten.

Also : Nur nicht auffallen und keine Position zu beziehen.

Zum Schluss drückte er mich und sagte: „Wie schön, dass es Künstler wie sie gibt!“

 

 

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